Eine Harmonisierung ist ein Vorschlag, kein Urteil: jeder Akkord lässt sich ändern. Dieser Artikel zeigt, auf welchen Wegen das geht, was eine Rollen-Variante ist und warum deine Änderungen nicht verloren gehen. Wie das Studio Akkorde von sich aus wählt, steht in Wie das Studio seine Akkorde findet.
Dieser Artikel beschreibt das Studio am Computer. Am Telefon öffnet die Seite stattdessen die mobile App: dort läuft die Arbeit anders, dazu kommt ein eigener Artikel.
Der Stift: wo deine Änderung sitzt
Zuerst: woran man eigene Arbeit von maschineller unterscheidet. In der Zelle unter dem Takt steht bei einem Akkord, den du gesetzt hast, ein Stift.
Diese Marke ist wichtig: an ihr sieht man, wo die Entscheidung von dir kam — und genau diese Akkorde schont das Studio, wenn erneut harmonisiert wird.
Doppelklick: die Varianten durchgehen
Der schnellste Weg. Ein Doppelklick auf die Zelle tauscht den Akkord gegen einen anderen, der auf demselben Melodieton gebaut ist. Klick weiter — das Studio geht die Varianten im Kreis durch und kommt zum Ausgangspunkt zurück.
Was diese Varianten sind: ein und derselbe Ton kann im Akkord an verschiedenen Stellen stehen — als Grundton, als Terz oder als Quinte. Der Ton bleibt liegen, der Akkord um ihn herum ändert sich. Im Produkt heißt das Rollen-Variante, und dieselbe Sache siehst du im Deck «Akkorde für …» unter den Marken R1, R2, R3.
Daraus folgt die Eigenschaft, um derentwillen das gebaut ist: die Melodie bleibt immer im Akkord. Beim Durchgehen der Varianten landest du nie auf einem Zusammenklang, der gegen deinen Ton steht.
Das Durchgehen funktioniert, wenn das Studio das Stück bereits gelesen hat — also nach einer Harmonisierung. Bei einem Stück, das du aus der Bibliothek geöffnet und nie harmonisiert hast, wählt der Doppelklick die Zelle nur aus.
Fünf Wege, einen Akkord zu setzen
Wenn du einen bestimmten Akkord willst statt eines Durchlaufs, gibt es die Wahl:
1. Die Taktkarte. Klick einen Takt an — das rechte Panel zeigt, was dort steht.
Auf derselben Karte änderst du die Septime (Dreiklang → m7 → maj7), verschiebst die Oktave des Basses und öffnest die Akkordpalette — die volle Liste der Möglichkeiten für genau diesen Takt.
2. Die Akkorde der Tonleiter unter dem Kreis. Links, unter dem Tonleiterkreis, liegen die Akkorde der aktuellen Tonleiter. Jeder lässt sich direkt in einen Takt ziehen.
3. Das Deck «Akkorde für …». Wähle einen Ton in der Melodie — unten erscheinen die Akkorde, in denen er klingt. Auch von dort lässt sich ziehen.
4. Meine Akkorde. Die Sammlung rechts trägt die Akkorde zusammen, die in deiner Arbeit vorgekommen sind — damit du sie mit einem Klick wieder setzen kannst.
Der Schalter unverändert / ab Ton zeigt sie entweder so, wie sie notiert wurden, oder neu gebaut ab dem gewählten Ton.
5. Ziehen und Entfernen. Ein Akkord lässt sich aus seiner Zelle in einen anderen Takt ziehen; ziehst du ihn ganz von der Spur, wird der Platz frei.
Was später mit deinen Änderungen passiert
Die Regel, auf die es ankommt: deine Änderungen stehen über den maschinellen.
| was du tust | was mit deinen Akkorden geschieht |
|---|---|
| Mehr erzeugen | sie bleiben stehen, das Studio schreibt nur den Rest neu |
| Wechsel zu einer anderen Version | sie fallen weg: eine Version ist ein ganzes Bild, keine Sammlung von Stellen |
| Akkorde löschen | alle fallen weg, die Spur wird leer |
| neues Stück, Import, anderes Demo | sie fallen weg: die Taktnummern gehören jetzt zu etwas anderem |
Ändere also ruhig: ein neuer Durchlauf übermalt nicht, was du selbst gewählt hast. Und willst du wirklich bei null anfangen, gibt es dafür eine eigene Schaltfläche — und die fragt vorher nach.
Wie es weitergeht
- Wie das Studio seine Akkorde findet — was das Studio in einer Melodie hört und woher die Vorschläge kommen.
- Erste Schritte im Studio: von der Melodie zu den Akkorden — der ganze Weg von der Melodie zu den Akkorden.
- Der Studio-Bildschirm: was wo liegt — die Karte des Bildschirms.
Noch eine Frage? Stell sie unter Fragen.



